Okt 212011
 

Gestern habe ich Legolliver hochgeladen und dabei ein paar Screenshots gemacht, die den Vorgang illustrieren sollen. Auch hier gilt: Es ist sehr einfach.

 

Wenn Sie ein Konto erstellt haben, sollten Sie unter der Login-Adresse diesen Bildschirm sehen (natürlich mit keiner oder Ihrer Email-Adresse, nicht mit meiner!):

Tragen Sie Ihr Passwort ein, lassen Sie das von Ihrem Browser speichern, wenn Sie mögen und klicken Sie auf “Weiter (über den Sicherheitsserver)”. Dann landen Sie bei Ihrem Bücherregal:

Links oben, unter dem KDP-Logo geht die Action los (links unten auch):

Wenn Sie diese Schaltfläche geklickt haben (und darum geht es ja schließlich), landen Sie hier:

Diese Seite ist länger, aber ich will hier Punkt für Punkt vorgehen. Vorneweg (und bei den späteren Screenshots meist abgeschnitten): Rechts – wie schon auf den Konto-Seiten – die Häufig gestellten Fragen zu den jeweiligen Themen; mitunter sehr hilfreich, genau wie die blau markierten Fragen, die zu den einzelnen Punkten Erklärungen bieten. Amazon hat sich Mühe gegeben, die Sache so transparent wie möglich zu machen.

Bei “1. Buchdetails eingeben” tun Sie eben das. Ich will Ihre Intelligenz nicht beleidigen, indem ich Ihnen sage, was bei Buchtitel einzutragen ist. Und was die Sache mit der Serie und der Versionsnummer angeht, kann ich Ihnen auch nicht helfen – ich habe das noch nicht genutzt.
Bei “Beschreibung” ist Platz für das, was bei einem Papierbuch der Klappentext wäre. Ich habe mir angewöhnt, dort auch noch den Umfang meiner Kurzgeschichten in Wörtern anzugeben, weil ich meine Kunden im Voraus aufklären will, was Sie für ihre 99 Cent erwartet. Bei einem Roman würde ich noch “das sind etwa xxx Taschenbuchseiten” ergänzen.

Wenn Sie die Schaltfläche “Mitwirkende hinzufügen” klicken, poppt dieses Fenster auf:

Sie können dort x-beliebige Namen eintragen – einem Pseudonym (oder mehreren, für verschiedene Bücher) steht also nichts im Wege. Für Kinderbücher z.B. ist die Angabe von Illustrator und Autor interessant; und wenn der Papst Ihnen ein Vorwort geschrieben hat, können Sie das an dieser Stelle festhalten. Ich wundere mich, dass “Herausgeber” nicht zu den Optionen gehört. Aber gut, muss mich nicht stören.
Der Speichern-Knopf versteckt sich unter dem ausgeklappten Menu, falls Sie den gesucht haben.
Weiter geht’s damit:

Unter 2. bestätigen Sie mit Anwahl der zweiten Option, dass Sie der Urheber des hochzuladenden Buches sind – davon gehe ich zumindest mal aus.

Der dritte Punkt, die Zielkunden, hat es in sich: Sie fügen dort Kategorien hinzu – es dürfen aber nur zwei sein und auch nur welche aus diesem Menu:

Ich tue mich immer ein bisschen schwer – einige meiner Geschichten sind schwarzhumorig, eine entsprechende Kategorie fehlt aber. Weil meist Blut fließt und/oder jemand stirbt, kreuze ich Horror an (Thriller wäre auch nicht total daneben). “Humor” würde ich als Zweites nehmen, aber ich will unmissverständlich klar machen, dass es eine Kurzgeschichte ist … also bleibt mir nur die obige Auswahl. Vielleicht werde ich das mal experimentehalber ändern, man wird sehen.

Zu den Suchschlagwörtern gibt es auch noch was zu sagen: Die werden an anderer Stelle bei Amazon (und in der restlichen Welt) Tags genannt und tauchen hier auf:

Zu jedem Buch, egal ob Papier oder eBook, erzeugt Amazon eine sogenannte Detailseite, auf der es vorgestellt wird. So weit, so klar; der Ausschnitt oben stammt von einer meiner Kurzgeschichten. Dort können die Kunden das Buch mit Tags markieren. Ihre eigenen Tags werden dadurch bestätigt (hoffentlich!) und mit neuen ergänzt. Dadurch wird die Einschränkung auf zwei Kategorien wieder einigermaßen relativiert …

Der Screenshot oben ist nur ein Ausschnitt. Ganz rechts, auf Höhe der Tags, gibt es noch dieses Feld:

Klicken Sie auf “Beliebteste Tags anzeigen” und Sie kommen zu der Amazonschen Tag-Wolke:

Da können Sie nachvollziehen, welche Tags attraktiv sind. “Esoterik” zum Beispiel ist überraschend wenig gefragt, aber “Gallengangendoskopie” taucht gar nicht auf. Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse und verwenden Sie weniger langweilige Tags als ich:

Punkt 4. Buchdeckel hochladen.

Sie sollten unbedingt ein passables Cover vorbereitet haben. Ein paar grobe technische Richtlinien dazu finden Sie hier. “Nach einem Bild durchsuchen” Sie Ihren Rechner in folgendem Pop-Up, in dem auf einmal von einem Produktbild die Rede ist. Ein bisschen inkonsistent…

“Durchsuchen” öffnet ein Dialogfenster, das dem rechnertypischen “Datei öffnen” entspricht (oder wie es auch immer bei Ihnen heißen mag). Wenn Sie das richtige Bild gefunden haben, drücken Sie “Hochladen”, genau das passiert dann. Das kann ein Minütchen oder so dauern; wenn der Vorgang abgeschlossen ist, erscheint eine entsprechende Meldung. Sie können dann das Pop-Up schließen. Das Cover wird nicht unbedingt sofort angezeigt – keine Panik, kommt schon noch.
Sehen Sie, da ist es:

Im nächsten Schritt geht es ans Eingemachte: Endlich wird das Buch hochgeladen! Aber vorher müssen Sie noch wählen, ob Sie den Kopierschutz aktivieren wollen oder nicht. Achtung: Alle anderen Parameter können nachträglich geändert werden, aber dieser nicht! Egal, wie Sie sich entscheiden, diese Entscheidung ist nicht mehr umkehrbar (außer, Sie löschen das Buch aus Ihrem Bücherregal und stellen es neu ein, aber dann gehen eventuelle Plazierungen in Bestenlisten flöten). Sie können es mit dem Kopierschutz halten, wie Sie wollen, ich habe mich jedenfalls dagegen entschieden.

Eine der Optionen muss gewählt werden, bevor das Buch hochgeladen werden kann. Welche Schaltfläche dann gedrückt wird, sollte klar sein. Es folgt ein ähnliches Procedere wie beim Cover; das muss hier nicht noch mal vorgeführt werden. Welche Dateitypen Sie benutzen können, steht in der KDP-Hilfe. Ich habe mich für das Mopipocket-Format entschieden; warum, steht hier.

Dann werden Sie eine gewisse Zeit dieses Bild vor Augen haben:

Mein Rat: Klicken Sie nicht auf “Speichern und fortfahren”, weil nämlich das hier noch wartet:

Sehen Sie sich Ihr Buch in der Buchvorschau an:

Sie werden überascht sein, wie viele Fehler Ihnen noch auffallen werden. Jedenfalls nehme ich das an. Vielleicht schließe ich da aber zu sehr von mir auf Andere.
Wenn Sie unzufrieden sind, schließen Sie die Buchvorschau, korrigieren Sie die Datei und laden Sie sie erneut hoch. Ansonsten drücken Sie “Speichern und Fortfahren”. Dann landen Sie auf der zweiten Seite: “Rechte und Preise”

Auch hier die wichtigsten Hinweise rechts. Links können Sie bestimmen, wo Sie veröffentlichen wollen.
Bei den Tantiemen gilt: bei einem Endpreis zwischen €2,99 und € 9,99 bekommen Sie 70% Tantiemen von Amazon, außerhalb dieses Rahmens, egal ob billiger oder teurer, nur 35% (innerhalb des 70%-Rahmens können Sie auch 35% wählen, aber ich wüsste nicht, warum man das machen sollte). Da ich meine Geschichten für 99 Cent verkaufe, wähle ich 35%. Vom Endpreis gehen noch 15% luxemburgische Mehrwertsteuer ab (Amazon hat seinen Sitz dort), also 99 geteilt durch 1,15 ergibt 86 Cent – das ist die Summe, die ich eintrage. Weil das der Mindestpreis ist, kann man die entsprechenden Werte aus den Feldern von Amazon.com und co.uk übernehmen.
Das sieht dann so aus:

Wenn Sie Ihren Listenpreis eintippen, dauert es ein bisschen, bis die Tantiemen erscheinen, vorher sind diese Felder leer. Nicht beunruhigen lassen, kann ein paar Sekunden dauern.

Zu guter Letzt können Sie die Ausleihe für Ihr Buch erlauben (oder auch nicht). Sie müssen aber in jedem Fall das letzte Häkchen setzen, um die AGB anzuerkennen. Dann können Sie “Speichern und veröffentlichen”.

Nach ein wenig Wartezeit landen Sie wieder bei Ihrem Bücherregal, wo das frische Buch gelb markiert auftaucht.

So sieht das von Nahem aus:

Unten das neue, gelb markierte Buch, das gerade überprüft wird. Ich weiß auch nicht, was Amazon da prüft und spare mir die Vermutungen. Üblicherweise dauert die Überprüfung weniger als 24 Stunden, gelegentlich war bei mir das Buch schon veröffentlicht, obwohl es noch gelb markiert war. Schauen Sie einfach am anderen Tag mal rein.

Wenn Sie irgendetwas ändern, auch, wenn Sie z. B. in der Beschreibung nur ein Komma vergessen haben, dauert die Überprüfung wieder so lange. Ätzend. Insofern sollten Sie sorgfältig vorgehen. Aber die alte Version ist während dessen online und steht immer noch zum Verkauf bereit.

Die unteren drei Aktionen, die Sie bei veröffentlichten Büchern ausführen können, sollten sich selbst erklären; “Diese Buch im Kindle-Shop auf Amazon.com anzeigen” schaltet aber nicht die Verfügbarkeit in den USA ein oder aus (wie ich erst dachte), sondern führt lediglich zu der entsprechenden Seite, auf der das Buch vorgestellt wird.

Ein unspektakuläres Ende für einen unspektakulären Vorgang. Sie haben Ihr erstes Buch mit Kindle Direct Publishing veröffentlicht. Ich wünsche Ihnen viele Verkäufe.

Hat Ihnen dieser Artikel geholfen? Sie können sich gerne revanchieren, wenn Sie mögen: Kaufen Sie eine unserer Kurzgeschichten und schreiben Sie eine kurze Kritik.

 Posted by at 23:03

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