Jan 202012
 

Amazon fasst die monatlichen Verkäufe in einer Excel-Tabelle zusammen, auf die man ungefähr zum 15. des Folgemonats zugreifen kann. Die Tabelle für Dezember ist seit ein paar Tagen bereit, ich konnte also einen Rückblick auf 2011 zusammenstellen.

Es gab 27 Verkäufe, herausragend waren “Kein Heldentod” (10) und “Bein” (6). Es folgen “Ein echter Kenner” (4), “Hauteng (3), “Der Goldene Gorilla” (2), “Die Tod” und “Soranya und die Druoiden” (je 1). “Legolliver”, “Wohnungsbesichtigung” und “Die lustigsten Heimvideos” hatten keine Verkäufe.

Zehn Verkäufe fanden im Dezember statt, der größte Teil davon nach Weihnachten. Es braucht nicht viel Phantasie, um die neuen Kindles unter’m Tannenbaum dafür verantwortlich zu machen.

Der Erfolg von “Kein Heldentod” überrascht mich selber – nicht, dass das eine schlechte Geschichte wäre, aber bei dem militärische Kontext und dem tarnfarbenen Cover hätte ich weniger Interesse erwartet. Vielleicht ist es aber so, dass in kleineren Nischen eher gekauft wird. Aber das ist nur Vermutung, die Zahlen sind viel zu klein, um irgendwelche fundierten Theorien aufzustellen.

“Bein” auf dem zweiten Platz überrascht mich weniger; Cover und Beschreibung finde ich interessant, klingt nach einer schrägen Geschichte (ist es ja auch), würde ich selber auch kaufen. Ich habe “Bein” zwei Monate nach “Kein Heldentod” hochgeladen; man kann annehmen, dass sie bei gleichzeitigem Start etwa gleichauf liegen würden.

Fazit:

This was a triumph.
I’m making a note here:
“Huge Success”
It’s hard to overstate my satisfaction.

Aber warum? 27 Verkäufe, das sind gerade mal 8,10 €! Ja, es ist nicht viel, wohl war. Aber es spricht Einiges dafür, dass gar keine Verkäufe hätten stattfinden können:

1. Kurzgeschichten laufen angeblich nicht – nach allem, was man so hört und liest, gehen Romane am Besten. Ich habe keinen Vergleich, finde das aber plausibel. Es mag sein (und wir fänden es gut), dass Kurzgeschichten wieder in Mode kommen, aber das wird noch ein bisschen dauern.

2. Wir haben selbstbewusste Preise – andere Autoren bieten komplette Sammlungen von 20 – 30 Geschichten oder ganze Romane für 99 Cent an.

3. Unbekannter Autor – Das Argument “XY ist ein bekannter Autor, deshalb verkauft er überhaupt eBooks”, zieht nicht. Mag sein, dass dieVerkäufe von Frank Dellen von irgendwelchen Leuten getätigt wurden, die mich von sonst woher kennen – tatsächlich hat mein Schwager (ungebeten!) ein Exemplar von “Bein” gekauft. Vanessa van Vluyn ist aber ein Pseudonym – wir haben gegooglet, es sieht so aus, als ob es diesen Namen “in echt” nicht gäbe. Trotzdem hat diese zwangsweise völlig unbekannte Autorin drei Verkäufe.

Wir sind also guten Mutes und werden dieses Jahr weitere Kurzgeschichten veröffentlichen und uns an Romanen versuchen.

 Posted by at 08:17

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